Ein echter Kerl: Mick Brisgau ermittelt
Und auch sonst ist das neue Jahrtausend für Mick ein echter Kulturschock. Männer sind jetzt metrosexuell, Frauen bei der Polizei dürfen plötzlich mehr als nur mit dem Tacker schießen und sind abgebrühter als der Kaffee, den sie früher kochen durften. Unfassbar: Verspiegelte Sonnenbrillen sind out. Männer tätscheln Frauen nicht mehr ungestraft den Po, dürfen nicht mehr fluchen und nicht im Stehen pinkeln.
Speichelprobe, DNS-Analyse, Laptop und Krawatte: Das ist der Polizist des neuen Jahrhunderts. Sauber, freundlich, langweilig. Alles muss politisch korrekt und streng nach Vorschrift ablaufen, aber was vielleicht gut für das Image ist, ist definitiv schlecht für die Aufklärungsquote.
Für Männer wie Mick scheint es keinen Platz mehr zu geben in der neuen Welt der Polizei. Wurden seine Methoden der Ergebnisse wegen früher noch geduldet, gelten sie heute als inakzeptabel. Aber während die Ermittler nach peniblen Regeln spielen, ist das Gesetz der Straße so hart und erbarmungslos wie eh und je. Was fehlt ist mal wieder einer, der dahin geht, wo es weh tut. Einer wie Mick.
Doch dabei scheint er auf sich allein gestellt zu sein, denn weder sein Boss, Martin Ferchert, noch sein neuer Partner, Andreas Kringge, sind besonders glücklich darüber, dass er wieder da ist. Mick ist ein einfacher, offener Typ. Er sagt, was er denkt, auch wenn sein Ton dabei etwas rauer ist und es mit ihm immer wieder zu Peinlichkeiten und Ärgernissen kommt. Wie es scheint, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ändert sich Mick oder seine Umwelt - schlechte Karten für die Umwelt!

